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Die Geschichte des Kleinen Münsterländer
Im Frühjahr des Jahres 1912 wurde in Osnabrück von einer Anzahl Liebhabern des kleinen
Gebrauchshundes das Zuchtbuch für Kleine Münsterländer Vorstehhunde eingeführt. Damit
war der erste Schritt zur Begründung der sachgemäßen Hochzucht des alten Arbeitsschlages
getan.
So, wie wir heute den Heidewachtel züchten, in denselben Körperverhältnissen, mit
derselben Erscheinung und der schlichten, reichlichen Behaarung wurde er vor mehreren
hundert Jahren auf den Bildern deutscher und niederländischer Meister dargestellt. Unter
dem Namen Wachtelhund, Vogelhund und anderen Bezeichnungen kommt er neben dem eigentlichen
Jagdhunde, der „Bracke“, in vielen jagdlichen Schriften vor.
Beide Rassen waren auch die
unzertrennlichen Begleiter der Falkoniere und der mit Windhunden jagenden Jäger. Wir gehen
auch wohl nicht fehl, wenn wir annehmen, dass Bracke und Wachtelhund der Ausgangspunkt
vieler größerer Rassen, namentlich Hühnerhunde, gewesen sind.
Der eigentliche Erhalter der Hunde, auf denen sich die Heidewachtelzucht aufbaut, war der
Hauptlehrer Heitmann an der katholischen Schule zu Burgsteinfurt, der die Stammmutter
seiner Hunde im Jahre 1873 von dem Wirt August Heßling in Leer erhielt, einem Dörfchen, das
ungefähr eine Wegstunde von Burgsteinfurt in idyllischer Lage am Fuße des Schöppinger
Berges liegt.
Heßling züchtete diese Hündchen seit seinen frühesten Jugendjahren, er war
im Jahre 1911 etwa 80 Jahre alt. Schon sein Vater wie auch seine übrigen Verwandten hatten
immer einige von diesen Hunden gehalten. Eine Hauptzuchtstätte der Hunde war ferner der
Drewingsche Hof in Leer, nach dem man den Heidewachtel auch oft geradezu die „Drewingsche
Rasse“ nannte. Stets hatten die Hunde den Ruf zuverlässiger, unermüdlicher Jagdgehilfe und
angenehmer Haushunde.
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